Vorräte anlegen: So erstellen Sie Ihren Notvorrat mit System
Ein plötzlicher Stromausfall, Hochwasser, starke Schneefälle oder Lieferengpässe – außergewöhnliche Situationen kommen meist unerwartet. Wer in solchen Momenten bereits vorgesorgt hat, bleibt ruhiger und handlungsfähig. Genau deshalb ist es sinnvoll, rechtzeitig Vorräte anzulegen. Ein gut geplanter Notvorrat bedeutet nicht, Hamsterkäufe zu tätigen oder Keller und Speisekammer zu überfüllen. Vielmehr geht es darum, mit Bedacht Lebensmittel und wichtige Utensilien bereitzuhalten, um sich und die Familie für einige Tage selbst versorgen zu können. Hier erfahren Sie Schritt für Schritt, worauf es ankommt.

dm drogerie markt
Lesedauer 6 Min.
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10.7.2026

Warum sollte man Vorräte anlegen?
Vorräte anzulegen schafft Sicherheit – nicht nur im Katastrophenfall, sondern auch im Alltag.
Mehr Unabhängigkeit in Krisensituationen
Bei Stromausfällen, Naturkatastrophen oder vorübergehenden Versorgungsengpässen kann es schwierig sein, kurzfristig Lebensmittel oder Trinkwasser zu besorgen. Ein vorbereiteter Haushalt bleibt in solchen Situationen handlungsfähiger.
Entlastung im Alltag
Ein strukturierter Vorrat spart Wege zum Supermarkt und erleichtert spontane Essensplanung. Wer Grundnahrungsmittel auf Lager hat, kann flexibel reagieren. Besonders in stressigen Lebensphasen kann ein Vorrat der wichtigsten Lebensmittel für Entlastung sorgen.
Sicherheit für die ganze Familie
Besonders Familien mit Kindern oder pflegebedürftigen Personen profitieren davon, vorbereitet zu sein. So ist man immer gerüstet, wenn der hektische Alltag mal keine Zeit zum Einkaufen übriglässt.
Vorräte anlegen bedeutet also vor allem eines: vorausschauend handeln – ohne Panik, dafür mit System.
Welche Lebensmittel eignen sich für einen Notvorrat?
Beim Notvorrat anlegen kommt es auf Haltbarkeit, einfache Zubereitung und Nährwert an. Ideal sind Lebensmittel, die ohne Kühlung lange lagerfähig sind und kalt essbar sind bzw. auch solche, die mit wenig Wasser zubereitet werden können.
Grundnahrungsmittel
- Reis
- Couscous, Bulgur, Maisgries
- Kartoffelprodukte (z. B. Püreepulver)
Konserven und haltbare Produkte
- Gemüse- und Obstkonserven
- Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Kichererbsen)
- Dosensuppen und Eintöpfe
- Fisch- und Fleischkonserven
- Tomatenprodukte, wie Tomatensoße und Tomatenmark
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Getränke
- Trinkwasser (besonders wichtig)
- Haltbare Milch oder Pflanzendrinks
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Energielieferanten
Wichtig: Wählen Sie Lebensmittel, die Sie im Alltag ohnehin essen. So vermeiden Sie unnötige Verschwendung.
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Wie berechnet man die richtige Vorratsmenge pro Person?
Ein Notvorrat sollte in der Regel für mehrere Tage ausreichen. Als Orientierung gilt häufig ein Zeitraum von etwa 7 bis 10 Tagen.
- Trinkwasser: Pro Person sollten Sie täglich etwa 2 Liter Wasser einplanen – zum Trinken und für die einfache Zubereitung von Speisen. Planen Sie beim Wasser unter Umständen einen Zusatzvorrat für einfache Hygiene oder den Abwasch mit ein.
- Lebensmittelmenge: Rechnen Sie pro Person mit rund 2000 kcal pro Tag. Die genaue Zusammenstellung hängt vom Alter, Aktivitätslevel und individuellen Bedürfnissen ab.
Beispiel für eine Person und 7 Tage:
- ca. 14 Liter Trinkwasser
- mehrere Portionen Reis oder Nudeln
- 3–4 Konserven Gemüse
- 2–3 Konserven als Eiweißquelle (z. B. Hülsenfrüchte oder Fisch)
- haltbares Frühstück (z. B. Haferflocken)
- Snacks wie Nüsse oder Müsliriegel
Beispiel für eine vierköpfige Familie für 7 Tage:
- ca. 56 Liter Trinkwasser
- entsprechend größere Mengen an Grundnahrungsmitteln (z. B. mehrere Kilogramm Reis oder Nudeln)
- 12–16 Konserven Gemüse
- 8–12 Eiweißquellen (Konserven oder Hülsenfrüchte)
- ausreichend Frühstücksgrundlagen
- Snacks und Energielieferanten für Kinder und Erwachsene
Die Mengen sollten individuell angepasst werden – insbesondere bei Kindern, älteren Personen oder Menschen mit erhöhtem Energiebedarf. Berücksichtigen Sie außerdem Allergien, Unverträglichkeiten und Spezialkost (z. B. Babynahrung).
Haben Sie Haustiere? Auch Hunde, Katzen oder andere Tiere benötigen Futtervorräte und gegebenenfalls zusätzliches Trinkwasser. Planen Sie deren Bedarf bei Ihrer Berechnung gleich mit ein.
Tipp: Ein kleiner Vorratsplan oder eine Tabelle hilft, den Überblick zu behalten und die richtige Menge für Ihren Haushalt strukturiert zu berechnen.
Vorräte richtig lagern und Haltbarkeit sichern
Wer Vorräte anlegen möchte, sollte auf die richtige Lagerung achten.
- Kühl, trocken und dunkel: Ideale Orte sind Speisekammern, Keller oder gut belüftete Schränke. Hitze und Feuchtigkeit verkürzen die Haltbarkeit.
- Mindesthaltbarkeitsdatum prüfen: Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Vorräte und verbrauchen Sie Produkte mit kürzerer Haltbarkeit zuerst – nach dem sogenannten „First-in-first-out“-Prinzip.
- Vorräte rotieren: Integrieren Sie Ihre Notvorräte in den Alltag. Was aufgebraucht wird, wird wieder ersetzt. So bleibt alles frisch.
- Verpackung schützen: Geöffnete Produkte sollten luftdicht verschlossen werden. Schädlingsschutz ist ebenfalls wichtig – besonders bei Mehl oder Getreide.
Was gehört neben Lebensmitteln noch zum Notvorrat?
Hygieneartikel einplanen
Neben Lebensmitteln sollten auch Hygieneprodukte berücksichtigt werden. Dazu zählen unter anderem:
- Zahnpasta und Zahnbürsten
Diese Produkte sind im Alltag selbstverständlich, können in Krisensituationen jedoch schnell knapp werden.
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- Marke: Softis; Produktname: Toilettenpapier super-soft 4-lagig, 9 St; Preis: 5,75 €; Grundpreis: 900 Bl (0,64 € je 100 Bl); Verfügbarkeit: Status Grün Lieferbar, Status Grau dm Markt wählen
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Wichtige Medikamente & Notfallapotheke nicht vergessen
Wer regelmäßig Medikamente benötigt, sollte rechtzeitig prüfen, ob ausreichend Vorrat vorhanden ist. Dazu gehören beispielsweise:
- verschreibungspflichtige Dauermedikamente
- Insulin oder andere lebenswichtige Präparate
- Asthmasprays
- Herz- oder Blutdruckmedikamente
Zusätzlich empfiehlt sich eine gut ausgestattete Notfallhausapotheke. Diese sollte enthalten:
- Schmerz- und Fiebermittel
- Mittel gegen Durchfall oder Übelkeit
- Wunddesinfektionsmittel
- sterile Kompressen und Verbandsmaterial
- elastische Binden
Überprüfen Sie regelmäßig das Haltbarkeitsdatum Ihrer Medikamente und ersetzen Sie abgelaufene Produkte rechtzeitig.
Ausrüstung & Dokumente für den Ernstfall
Ein Notvorrat besteht nicht nur aus Lebensmitteln. Folgende Dinge können im Ernstfall entscheidend sein:
- Campingkocher oder Gaskocher
- Manueller Dosenöffner
- Wasserreinigungstabletten oder Wasserfilter
- Ersatzbatterien
- Taschenlampen
- Kerzen und Feuerzeug
- Powerbank für Mobilgeräte
- Solar-Ladegerät oder Powerstation mit Solarpanel
- Radio mit Batteriebetrieb
Auch wichtige Dokumente sollten griffbereit aufbewahrt werden. Am besten wasserdicht in einer Dokumentenmappe. Erstellen Sie zusätzlich von den wichtigsten Dokumenten Kopien und legen Sie eine Liste an Notfallkontakten dazu.
Praktische Umsetzung & Empfehlung für Notvorräte
Wer einen Notvorrat anlegen möchte, beginnt am besten Schritt für Schritt:
- Bestandsaufnahme machen
- Fehlende Grundnahrungsmittel ergänzen
- Wasserreserven aufstocken
- Notfallutensilien prüfen
- Dokumente kopieren und Notfallkontakte anlegen
Ein strukturierter Plan oder ein Vorratsrechner kann helfen, die passende Menge für Ihren Haushalt zu berechnen. Das Ziel ist nicht Überfluss, sondern Sicherheit. Wer sinnvoll vorsorgt, schafft Ruhe – für sich selbst und für die Menschen im eigenen Haushalt. Mit einem gut durchdachten Notvorrat sind Sie vorbereitet – und können außergewöhnlichen Situationen gelassener entgegensehen.






