Vegane Kuchen & Torten Rezepte
Vegane Kuchen: so einfach kann pflanzliches backen sein
„Eier und Schmalz, Zucker und Salz, Milch und Mehl“ – da wären bereits einige tierische Produkte aufgelistet, die – glaubt man dem bekannten Kinderlied – zwingend in einen Kuchen gehören. So genau stimmt das aber nicht: Wenn man weiß, wie man es richtig macht, lassen sich leckere Kuchen und traumhafte Torten auch mit rein veganen Zutaten backen. In dem folgenden Beitrag erklären wir Ihnen ganz einfach und Schritt für Schritt, wie Sie Rezepte mit den notwendigen Änderungen anpassen können, damit Sie perfekte vegane Kuchen und Torten servieren können.
Lassen Sie sich von unseren veganen Rezepten inspirieren und erfahren Sie, wie Kuchen und andere Bäckereien auf pflanzlicher Basis ganz einfach gelingen.
Warum vegan backen?
Ab und zu ein saftiges Stück Kuchen oder eine cremige Tortenschnitte versüßen das Leben. Zu bestimmten Anlässen sind solche Desserts einfach unverzichtbar. Allerdings kommen konventionelle Rezepte selten ohne tierische Inhaltsstoffe aus. Bei einem fertig gekauften Kuchen aus der Bäckerei oder einer Backmischung lässt sich nur schwer nachvollziehen, welche Zutaten in dem Teig enthalten sind. Wenn Sie oder Ihre Mitmenschen sich für eine vegane Lebensweise entscheiden, sind Sie mit selbstgebackenen veganen Kuchen immer auf der sicheren Seite.
Abseits der ethischen Gründe und Nachhaltigkeitsaspekte, die für süße Backwaren ohne Zutaten tierischen Ursprungs sprechen, hat veganer Kuchen noch weitere Vorzüge:
- Je nach Rezept kann der Anteil an gesättigten Fettsäuren und Cholesterin reduziert sein. Das macht veganen Kuchen zwar nicht zum gesunden Lebensmittel, hat aber Nährwertvorteile.
- Auch vertragen Personen, die Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie eine Laktoseintoleranz haben, vegane Torten und Kuchen häufig besser.
- Vegane Desserts sind ebenso bei religiösen Menschen eine beliebte Alternative, da sie sich keine Gedanken über tierische Inhaltsstoffe machen müssen.
Vegan Backen – was muss ich beachten?
Für Anfänger ist es meist leichter, die ersten veganen Kuchen und Torten nach einem Rezept zu backen. Wenn Sie das vegane Backen gerade erst neu erkunden, sollten Sie sich also zunächst an explizit veganen Backrezepten orientieren. Lassen Sie sich von den hier aufgeführten Beiträgen inspirieren und verzaubern Sie Ihre Liebsten mit unwiderstehlichen Nachspeisen. So müssen Sie sich keine Gedanken über die Zusammensetzung des Rezeptes machen und können ganz einfach die Zutatenliste im dm Online Shop bestellen.
Falls Sie experimentierfreudig sind und süße Klassiker oder Omas Geburtstagskuchen in einer pflanzlichen Variante austesten wollen, dann haben wir hier für Sie einige praktische Tipps aufgelistet.
Tierische Zutaten und ihre veganen Alternativen
Mit etwas Übung und Know-how lassen sich Standard-Backzutaten tierischen Ursprungs schnell durch vegane Produkte auswechseln. Viele davon haben Sie wahrscheinlich sogar in Ihrer Speisekammer vorrätig. Von Obstpürees über Getreide und Samen bis hin zu altbewährten Mitteln – die veganen Alternativen fürs Backen sind leicht zu finden und den meisten gar nicht so unbekannt. In pflanzlichen Rezepten können Sie ganz neue Seiten von Ihnen schon bekannten Zutaten entdecken.
Bei der Anwendung in veganen Kuchen und Torten sollten Sie beachten, dass die Verarbeitung der pflanzlichen Bestandteile zuweilen abweichende Techniken, Wartezeiten oder Temperaturen erfordert. Im Folgenden ein kleiner Überblick darüber, was Sie womit austauschen können.
Eier
Die wohl größte Umstellung beim veganen Kuchen ist das Backen ohne Ei. In nicht veganem Kuchenteig dienen Eier als Bindemittel und beeinflussen die Struktur der Mehlspeise. Bei der Wahl eines Ersatzes ist also entscheidend, welche Funktion das Ei im konkreten Rezept hat.
- Bananen: Bananen sind als Bindemittel eher ungeeignet. Aber um Ihren Kuchen schön saftig und locker zu machen, können Sie anstelle von Ei eine überreife Banane verwenden (eine Banane entspricht zwei Eiern). Achtung: Pro Banane müssen vom ursprünglichen Rezept etwa 30 Gramm Zucker abgezogen werden, um die hohe Süßkraft auszugleichen.
- Apfelmus: Als Bindemittel für helle Teige und in Torten kann je ein Löffel Apfelmus ein Ei ersetzen. Pektin und Fruchtzucker sorgen für die Festigkeit im Teig und machen ihn fluffig.
- Haferflocken: Dem Kuchenteig beigemengt, geben auch feine Haferflocken Struktur (drei Esslöffel je Ei). Zu beachten ist hierbei, dass der Teig vor dem Backen eine halbe Stunde ruhen muss, damit die Haferflocken ihre Wirkung entfalten können.
- Samen: Lein- oder Chiasamen quellen in Wasser auf. Sie bekommen dabei eine leicht schleimige Konsistenz, die als Bindemittel im veganen Kuchenteig funktioniert. Dosieren Sie einen Esslöffel Samen auf drei Esslöffel Wasser anstelle eines Eis.
- Aquafaba: Die Flüssigkeit aus der Konserve oder das (abgekühlte) Kochwasser nach der Zubereitung von Hülsenfrüchten lässt sich problemlos mit Salz zu Eischnee-Ersatz aufschlagen. Besonders gut eignen sich dafür Kichererbsen, weil sie einen recht neutralen Geschmack haben und kaum Farbe abgeben. Wenn Sie die zusätzliche Farbe benötigen, können Sie auch das Aquafaba von Kidneybohnen verwenden.
Butter
Butter auszutauschen ist simpel: Statt des Milchproduktes können Sie einfach Margarine oder geschmacksneutrales Speiseöl (100g Butter = 80g Öl + 20 g Flüssigkeit) benutzen. Es gibt im Handel zudem veganen Butterersatz (eine Mischung aus Speiseölen und Kokosfett); zum Backen ist der konventionelle Pflanzenaufstrich aber genauso gut geeignet. Soll der Teig besonders locker werden, können Sie vegane Topfen- oder Joghurtalternativen verwenden. Diese müssen aber aufgrund des hohen Flüssigkeitsgehalts mit etwas Stärke oder Grieß ein wenig angedickt werden.
Milch
Beim Backen von veganen Kuchen oder anderen Mehlspeisen verwenden Sie anstelle von Kuhmilch einfach einen veganen Pflanzendrink. Besonders gut eignen sich Milchalternativen aus Hafer oder Soja mit höherem Fettgehalt. Sie können die Auswahl der Pflanzenmilch auch vom Geschmack Ihrer Backware abhängig machen: Bei einem Kuchen mit Nüssen eignet sich ein Mandeldrink, während bei einem veganen Kokoskuchen Kokosmilch vielleicht die bessere Alternative wäre.
Vegane Torten: Tipps
Obers und Cremen sind ein unverzichtbarer Bestandteil von Torten. Als veganen Ersatz gibt es mittlerweile pflanzliche Sahnealternativen. Für Cremefüllungen eignen sich Pflanzendrinks aus Soja, Kokos oder Cashew besonders gut . Für das Gestalten veganer Torten lassen sich weitere Zutaten einfach pflanzlich substituieren:
- Honig: Agavendicksaft oder Sirup ersetzen die tierische Süße.
- Gelatine: Als pflanzliche Geliermittel eignen sich Agar-Agar oder Carrageen (beides aus Algen)
Vegane Mehlspeisen genießen
Achten Sie bei veganem Backen auch auf Dinge, bei denen tierische Zutaten leicht übersehen werden können! Das bezieht sich beispielsweise auf Lebensmittelfarben, zugesetzte Vitamine oder verstecktes Milchpulver.
Es hat sich gezeigt, dass Eier, Butter und Milch für das vegane Backvergnügen entbehrlich sind. Mit ein wenig Übung haben Sie schnell den Dreh heraus, wie Sie leckere vegane Torten und Kuchen zaubern, bei denen auch Nichtveganern das Wasser im Mund zusammenläuft. Viel Spaß beim Ausprobieren!
FAQ
Kann man mit veganer Butter backen?
Kann man mit veganer Butter backen?
Ja, mit veganen Butter-Alternativen lässt sich backen. Butter in einem ansonsten nicht veganen Backrezept lässt sich im gleichen Mengenverhältnis austauschen.
Sind vegane Kuchen gesünder?
Sind vegane Kuchen gesünder?
Vegan gebackener Kuchen enthält ebenso wie nicht vegane Varianten Fett, Zucker und entsprechend viele Kalorien. Auch veganer Kuchen sollte daher nur in Maßen verzehrt werden
Ist Fondant vegan?
Ist Fondant vegan?
Wenn Sie für die Gestaltung veganer Torten Fondant als Fertigmasse kaufen, achten Sie auf die Zutatenliste. Bestimmte Lebensmittelfarben wie Karminrot (E120) werden aus Schildläusen hergestellt und sind somit nicht vegan. In manchen Fondants kann außerdem Gelatine verarbeitet sein.