PDRN: neuer Wirkstoff-Trend in der Hautpflege
PDRN ist einer der Wirkstoffe, über die in der Hautpflege aktuell viel gesprochen wird. Besonders in koreanischer Skincare ist der Begriff kein Fremdwort. PDRN sind kleine DNA-Fragmente, die meist aus gereinigter Lachs-DNA gewonnen werden und in Seren, Ampullen, Tonern, Gelen und Masken eingesetzt werden. Warum ist PDRN insbesondere für trockene, empfindliche oder beanspruchte Haut interessant? Und welche Ergebnisse sind bei kosmetischer Hautpflege realistisch? Hier erfahren Sie alles Wissenswertes zu PDRN.

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Lesedauer 8 Min.
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24.8.2026

Was ist PDRN?
PDRN steht für Polydeoxyribonucleotide und bezieht sich auf kleine DNA-Fragmente, die meist aus gereinigter Lachs- oder Forellen-DNA gewonnen werden. In der Kosmetik wird dafür häufig auch der Begriff Salmon DNA oder Lachs-DNA verwendet. Der Begriff klingt im ersten Moment ungewöhnlich, beschreibt aber einen biotechnologisch aufbereiteten Inhaltsstoff, der in sehr kleinen Fragmenten in Pflegeprodukten verwendet wird.
Bekannt wurde PDRN ursprünglich nicht durch die klassische Gesichtspflege, sondern durch medizinische und dermatologische Anwendungen. Es bestehen einige Studien, die PDRN unter anderem im Zusammenhang mit Geweberegeneration, Wundheilung, Entzündungsprozessen und Hautreparatur untersuchen. Für frei verkäufliche Hautpflege ist diese Einordnung wichtig: Ein PDRN-Serum, eine PDRN-Ampulle oder eine PDRN-Maske ist nicht mit einer medizinischen Behandlung oder professionellen ästhetischen Anwendung gleichzusetzen.
PDRN, PN und Polynukleotide: Wo liegt der Unterschied?
Im Beauty-Kontext werden PDRN, PN und Polynukleotide oft ähnlich verwendet. Ganz identisch sind die Begriffe jedoch nicht. PDRN bezeichnet kleinere DNA-Fragmente, während Polynukleotide allgemein längere Nukleotidketten meinen können. Für die Hautpflege ist vor allem relevant: Beide Inhaltsstoffgruppen werden im Zusammenhang mit regenerationsorientierter Pflege diskutiert. Wie ein Produkt wirkt, hängt aber immer von Formulierung, Konzentration, Produktart und Anwendung ab.
Wie wirkt PDRN in der Hautpflege?
PDRN wird in der Hautpflege vor allem mit Feuchtigkeit, einem beruhigten Hautgefühl und regenerationsorientierter Pflege in Verbindung gebracht. In Studien wird untersucht, wie PDRN mit Hautzellen, Entzündungsprozessen und Prozessen rund um Kollagen und Elastizität zusammenhängen kann. Viele dieser Erkenntnisse stammen jedoch aus Zellmodellen, medizinischen Anwendungen oder professionellen Behandlungssettings. Sie lassen sich daher nicht automatisch 1:1 auf kosmetische Produkte übertragen.
In kosmetischen Formulierungen kann PDRN die tägliche Pflegeroutine ergänzen. Realistisch ist ein unterstützender Pflegeeffekt, besonders bei Haut, die trocken, empfindlich, gestresst oder pflegebedürftig wirkt.
PDRN und Feuchtigkeit
Viele PDRN-Produkte werden mit feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen kombiniert, etwa mit Hyaluronsäure, Glycerin, Panthenol, Niacinamid oder beruhigenden Pflanzenextrakten. Dadurch kann die Haut gepflegter, glatter und praller wirken. Dieser Effekt entsteht meist durch die gesamte Formulierung und nicht allein durch einen einzelnen Inhaltsstoff.
PDRN und Hautbarriere
Eine intakte Hautbarriere hilft der Haut, Feuchtigkeit besser zu speichern und äußeren Einflüssen standzuhalten. PDRN wird in der Hautpflege häufig eingesetzt, wenn sich die Haut trocken, gespannt oder angegriffen anfühlt. Besonders in Kombination mit Ceramiden, Panthenol oder Squalan kann der Wirkstoff Teil einer beruhigenden Pflegeroutine sein.
PDRN und Hautstruktur
Bei regelmäßiger Anwendung kann ein gut formuliertes PDRN-Produkt dazu beitragen, dass sich die Haut geschmeidiger anfühlt und die Hautoberfläche glatter wirkt. Aussagen zu Elastizität, Hautstruktur oder Falten sollten jedoch realistisch eingeordnet werden. Sichtbare Veränderungen hängen von Hauttyp, Ausgangszustand, Produktformulierung, Anwendungshäufigkeit und der übrigen Pflege ab.
Für welchen Hauttyp eignet sich PDRN?
PDRN eignet sich vor allem als ergänzender Pflegewirkstoff für trockene, empfindliche, beanspruchte oder reife Haut. Auch Haut, die nach einer intensiven Pflegeroutine mehr Ruhe und Feuchtigkeit braucht, kann von einer sanft formulierten PDRN-Pflege profitieren. Entscheidend ist jedoch immer, ob das gesamte Produkt zum eigenen Hauttyp passt.
Trockene Haut
Trockene Haut
Trockene Haut fühlt sich oft rau, gespannt oder weniger elastisch an. PDRN-Produkte mit Hyaluronsäure, Glycerin oder Panthenol können helfen, die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und das Hautgefühl zu verbessern. Besonders angenehm sind Seren, Ampullen, Cremes, Gele oder Masken, die zusätzlich rückfettende oder barrierestärkende Inhaltsstoffe enthalten.
Empfindliche Haut
Empfindliche Haut
Empfindliche Haut reagiert schnell auf neue Wirkstoffe, Duftstoffe oder zu viele aktive Inhaltsstoffe gleichzeitig. PDRN kann interessant sein, wenn das Produkt mild formuliert ist. Neue Produkte sollten trotzdem langsam eingeführt und zuerst an einer kleinen Hautstelle getestet werden. Bei bekannter Fischallergie oder sehr reaktiver Haut ist besondere Vorsicht sinnvoll, da die meisten PDRN-Produkte tierischen Ursprungs sind.
Reife Haut
Reife Haut
Reife Haut braucht häufig mehr Feuchtigkeit, Lipide und eine Pflegeroutine, die die Hautbarriere gezielt unterstützt. PDRN kann hier als ergänzender Pflegebaustein eingesetzt werden. Für eine wirkungsvolle Anti-Aging-Routine bleiben Sonnenschutz, regelmäßige Feuchtigkeitspflege und gut untersuchte Wirkstoffe wie Retinoide oder Vitamin C weiterhin wichtige Bestandteile der Hautpflege.
Unreine Haut
Unreine Haut
Bei unreiner Haut kommt es besonders stark auf die Formulierung an. PDRN ist kein Anti-Pickel-Wirkstoff und ersetzt keine Inhaltsstoffe wie Salicylsäure, Niacinamid oder eine dermatologische Behandlung bei Akne. Leichte, nicht komedogene PDRN-Seren oder Toner können eine Routine jedoch ergänzen, wenn die Haut zusätzlich Feuchtigkeit und Beruhigung braucht.
PDRN in der Hautpflege-Routine: Anwendung & Produktarten
PDRN findet sich in unterschiedlichen Produktformen und ist besonders häufig Bestandteil in koreanischer Skincare. Welche Variante zu Ihnen passt, hängt davon ab, wie intensiv Ihre Routine bereits ist und welche Hautbedürfnisse im Vordergrund stehen.
PDRN-Serum
Ein PDRN-Serum ist meist leicht und wird nach der Reinigung und nach dem Toner aufgetragen. Es passt gut in die Routine, wenn Sie gezielt einen zusätzlichen Pflegebaustein integrieren möchten. Anschließend folgt eine Creme, die Feuchtigkeit einschließt und die Hautbarriere unterstützt.
Die Reihenfolge: Reinigung, Toner, PDRN-Serum, Creme und morgens zusätzlich Sonnenschutz.
PDRN-Ampulle
Eine PDRN-Ampulle ist häufig etwas intensiver formuliert als ein klassisches Serum. Sie eignet sich als Kur oder als zusätzlicher Pflegeschritt, wenn die Haut zeitweise besonders trocken, müde oder beansprucht wirkt.
PDRN-Toner
Ein Toner mit PDRN kann nach der Reinigung verwendet werden, um die Haut auf die weitere Pflege vorzubereiten. Besonders angenehm sind leichte, feuchtigkeitsspendende Formulierungen, die nicht kleben und sich gut mit Serum oder Creme kombinieren lassen.
PDRN-Gel
Ein Gel eignet sich für Haut, die leichte Texturen bevorzugt. PDRN-Gele können angenehm sein, wenn sich reichhaltige Pflege schnell beschwerend anfühlt oder wenn eine leichte, feuchtigkeitsspendende Textur gesucht wird.
PDRN-Maske
Eine PDRN-Maske ist ein zusätzlicher Pflegeschritt für zwischendurch. Sie kann der Haut kurzfristig Feuchtigkeit geben und sie frischer wirken lassen. Für ein dauerhaft gepflegtes Hautgefühl ist jedoch die regelmäßige Pflegeroutine wichtiger als eine einzelne Mask-Anwendung.
PDRN kombinieren: Was passt dazu?
PDRN lässt sich gut mit vielen beruhigenden und feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen kombinieren. Dazu zählen Hyaluronsäure, Panthenol, Glycerin, Ceramide, Squalan oder Centella asiatica. Auch Niacinamid kann passen, wenn Ihre Haut den Wirkstoff gut verträgt.
Wenn Sie sehr aktive Wirkstoffe wie Retinol, Fruchtsäuren oder hochdosierte Vitamin-C-Produkte verwenden, ist ein langsamer Einstieg sinnvoll. Das bedeutet nicht, dass PDRN damit grundsätzlich unverträglich ist. Bei empfindlicher Haut ist es aber oft besser, neue Wirkstoffe nacheinander einzuführen.
Tipp: Es empfiehlt sich, mit PDRN zwei- bis dreimal pro Woche zu starten und zu beobachten, wie die Haut reagiert. Verträgt sie das Produkt gut, kann die Anwendung je nach Produktangabe gesteigert werden.
Bei unreiner Haut kommt es besonders stark auf die Formulierung an. PDRN ist kein Anti-Pickel-Wirkstoff und ersetzt keine Inhaltsstoffe wie Salicylsäure, Niacinamid oder eine dermatologische Behandlung bei Akne. Leichte, nicht komedogene PDRN-Seren oder Toner können eine Routine jedoch ergänzen, wenn die Haut zusätzlich Feuchtigkeit und Beruhigung braucht.
PDRN im Vergleich zu Hyaluronsäure und Retinol
PDRN, Hyaluronsäure und Retinol werden in der Hautpflege unterschiedlich eingesetzt. Hyaluronsäure ist vor allem ein Feuchtigkeitsbinder und kann dazu beitragen, die Haut praller wirken lassen. Retinol unterstützt die Hauterneuerung und wird häufig bei Fältchen, ungleichmäßiger Hautstruktur oder Unreinheiten verwendet. Bei sehr empfindlicher Haut kann Retinol jedoch zu Hautreizungen führen.
PDRN wird vor allem mit regenerationsorientierter Pflege, einem beruhigten Hautgefühl und einer glatter wirkenden Hautstruktur verbunden. Er ersetzt Hyaluronsäure oder Retinol somit nicht, sondern kann die Pflegeroutine ergänzen – besonders bei trockener, empfindlicher, beanspruchter oder reifer Haut. Entscheidend bleibt immer die gesamte Formulierung des Produkts.
Welche Ergebnisse sind realistisch?
PDRN-Produkte können die Hautpflege sinnvoll ergänzen, wenn sie gut formuliert sind und regelmäßig angewendet werden. Realistische Pflegeeffekte sind zum Beispiel:
- ein geschmeidigeres Hautgefühl
- mehr Feuchtigkeit
- ein praller wirkender Teint
- weniger Spannungsgefühl
- ein ruhigeres Hautbild bei guter Verträglichkeit
- eine glatter wirkende Hautoberfläche
Zusammenfassend können Produkte mit PDRN die Pflege unterstützen, wenn sie zum Hauttyp und zur bestehenden Routine passen. Aussagen, die medizinische oder stark verändernde Effekte versprechen, sind jedoch weniger realistisch.
Wann sieht man erste Effekte?
Feuchtigkeitseffekte können sich manchmal bereits nach wenigen Anwendungen bemerkbar machen, etwa durch ein weicheres oder pralleres Hautgefühl. Veränderungen der Hautstruktur brauchen mehr Zeit. Wenn ein Produkt gut vertragen wird, sollten Sie es mehrere Wochen regelmäßig anwenden, bevor Sie beurteilen, ob es zu Ihrer Haut passt.
Wenn die Haut brennt, juckt, stark gerötet ist oder sich verschlechtert, sollte das Produkt abgesetzt werden. Bei anhaltenden Hautproblemen ist dermatologischer Rat sinnvoll.
Gibt es veganes PDRN?
Klassisches PDRN wird meist aus Fisch-DNA gewonnen und ist daher nicht vegan. Es gibt mittlerweile Produkte, die mit pflanzenbasierten Alternativen, Phyto-PDRN oder veganen Polynukleotiden werben. Diese Inhaltsstoffe greifen ähnliche Pflegeideen auf, sind aber nicht automatisch identisch mit klassischem PDRN, das aus Lachs- oder Forellen-DANN gewonnen wird. Die Studienlage zu pflanzenbasierten Alternativen ist noch jünger und weniger etabliert. Wer vegane Kosmetik bevorzugt, sollte die Produktbeschreibung und Inhaltsstoffs-Liste genau lesen und auf entsprechende Kennzeichnungen achten.
FAQ
Wofür steht PDRN?
Wofür steht PDRN?
PDRN steht für Polydeoxyribonucleotide. Gemeint sind kleine, aufbereitete DNA-Fragmente, die in der Hautpflege meist aus Lachs- oder Forellen-DNA gewonnen werden.
Ist PDRN dasselbe wie Lachs-DNA?
Ist PDRN dasselbe wie Lachs-DNA?
Nicht ganz. PDRN wird häufig aus Lachs- oder Forellen-DNA gewonnen, ist aber ein aufbereiteter Inhaltsstoff aus DNA-Fragmenten. Jedoch wird in der Beauty-Kommunikation oft vereinfacht der Begriff Lachs-DNA verwendet.
Was macht PDRN in der Hautpflege?
Was macht PDRN in der Hautpflege?
PDRN wird in kosmetischen Produkten vor allem mit Feuchtigkeit, einem beruhigten Hautgefühl und regenerationsorientierter Pflege verbunden. Die tatsächliche Wirkung hängt stark von der gesamten Formulierung des Produktes ab.
Ist PDRN besser als Hyaluronsäure?
Ist PDRN besser als Hyaluronsäure?
Nein. Hyaluronsäure ist ein bewährter Feuchtigkeitsspender. PDRN wird eher im Zusammenhang mit regenerationsorientierter Pflege und Hautstruktur diskutiert. Beide können sich in der Hautpflege-Routine ergänzen.
Ist PDRN besser als Retinol?
Ist PDRN besser als Retinol?
PDRN ersetzt Retinol nicht. Retinol ist deutlich besser untersucht, kann aber empfindliche Haut reizen. PDRN wird meist als ergänzender Pflegebaustein eingesetzt, besonders wenn Feuchtigkeit und Hautkomfort im Vordergrund stehen.
Für welchen Hauttyp eignet sich PDRN?
Für welchen Hauttyp eignet sich PDRN?
PDRN kann für trockene, empfindliche, reife oder beanspruchte Haut interessant sein. Bei sehr sensibler Haut oder bekannter Fischallergie sollten Sie vorsichtig sein und das Produkt zunächst an kleinen Hautstellen testen.
Kann PDRN bei Falten helfen?
Kann PDRN bei Falten helfen?
PDRN-Produkte können die Haut glatter und praller wirken lassen, wenn sie gut formuliert sind und regelmäßig angewendet werden. Kosmetische PDRN-Produkte können jedoch keine tiefen Falten entfernen.
Wie wird PDRN angewendet?
Wie wird PDRN angewendet?
PDRN wird je nach Produkt als Toner, Serum, Ampulle, Gel, Creme oder Maske angewendet. Leichte Produkte kommen nach der Reinigung und vor der Creme zum Einsatz. Morgens sollte die Routine mit Sonnenschutz abgeschlossen werden.
Gibt es veganes PDRN?
Gibt es veganes PDRN?
Klassisches PDRN ist in der Regel nicht vegan, da es meist aus Fisch-DNA gewonnen wird. Es gibt pflanzenbasierte Alternativen, die als veganes PDRN oder Phyto-PDRN beworben werden. Diese sind jedoch nicht automatisch mit klassischem PDRN gleichzusetzen.






