Akne an Rücken und Körper: Warum sie entsteht und was die Haut unterstützt
Körperakne kann das Hautbild verändern und unangenehm sein – etwa, wenn enge Kleidung an der Haut reibt. Gerade am Po, an der Brust und am Rücken bleibt Akne oft hartnäckig. Dabei helfen meist schon ein paar einfache Schritte: Sanft reinigen, ein klärendes Peeling und die richtigen Pflegeprodukte, die zu Ihrer Haut passen.

dm drogerie markt
Lesedauer 6 Min.
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31.7.2026

Was ist Körperakne?
Akne am Rücken und an anderen Körperstellen entsteht ähnlich wie Akne im Gesicht: Talg und abgestorbene Hautzellen verstopfen die Poren von innen heraus. Bei Talg handelt es sich um eine zähflüssige, ölige Substanz, die die Haut normalerweise geschmeidig hält. Sammelt sich zu viel Hautfett in den Poren, kann es schlechter abfließen. So entsteht ein Umfeld, in dem sich bestimmte Hautbakterien leichter vermehren. Die Haut reagiert darauf gereizt – und es können sich gerötete Pickel, Pusteln oder tiefere Knötchen bilden, die manchmal auch wehtun.
Vor allem am Rücken und an der Brust sitzen viele Talgdrüsen. Dort sammelt sich deshalb schneller überschüssiger Talg, der die Poren verstopft. Am Po kommt wiederum Reibung hinzu: durch enge Kleidung, langes Sitzen oder körperliche Aktivität. Trocknet Schweiß dort langsamer, kann die Haut eher zu Unreinheiten neigen.
Häufige Ursachen für Körperakne sind:
- Schweiß nach dem Sport oder an heißen Tagen
- Reibung durch enge Kleidung, Sport-BHs oder Rucksackriemen
- Sehr reichhaltige Pflegeprodukte, die das Verstopfen der Poren begünstigen können
- Conditioner oder Haarkuren, die beim Ausspülen über Rücken und Schultern laufen
- Hormonelle Einflüsse oder Veranlagung, wenn die Haut zu Akne neigt
Körperakne an typischen Stellen wie dem Rücken, der Brust oder dem Po hat also selten nur einen Auslöser. Oft kommen mehrere Faktoren zusammen – und genau das kann Pickel immer wieder begünstigen.
Sport, Schweiß und Körperakne
Wenn Sie nach dem Sport verschwitzt sind, sollten Sie die feuchte Kleidung möglichst gleich wechseln. Schweiß allein löst zwar keine Körperakne aus. Bleibt die Haut aber länger feucht, mischt sich der Schweiß mit Talg, abgestorbenen Hautzellen und Bakterien. Unter einem engen Shirt oder einem Sport-BH kann zusätzlich Reibung entstehen. Dadurch verstopfen die Poren leichter und es können sich Pickel bilden.
Duschen direkt nach dem Training ist daher sinnvoll, um Schweiß und Bakterien zu entfernen. Ein pflegender Duschschaum oder milde Duschgels reinigen die Haut sanft, ohne sie auszutrocknen. Heißes Wasser oder starkes Rubbeln mit dem Handtuch reizt die Haut dagegen. Schonender ist es, die Haut behutsam trocken zu tupfen und danach eine leichte Hautpflege aufzutragen. Denken Sie außerdem daran, Ihre Handtücher regelmäßig zu wechseln.
Mildes Dutschgel & Duschschaum
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Peeling, BHA und Benzoylperoxid bei Körperakne
Es geht generell nicht darum, die Haut möglichst gründlich zu schrubben. Um Körperakne zu bekämpfen, eignen sich vielmehr Wirkstoffe, die überschüssigen Talg entfernen und verstopften Poren vorbeugen können. Ein Peeling kann ebenfalls hilfreich sein – am besten sanft und ohne grobe Schleifpartikel.
Sanft peelen statt rubbeln
Körnige Peelings fühlen sich oft gründlich an, doch sie können entzündete Stellen unnötig reizen. Greifen Sie deshalb lieber zu Enzympeelings oder chemischen Peelings, die abgestorbene Hautzellen lösen und die Poren klären. Wichtig ist dabei: Wenn Sie ein solches Produkt verwenden, reicht es meist aus, die Haut ein- bis zweimal pro Woche zu peelen. Häufiges oder zu intensives Peeling kann die Hautprobleme eher verschlimmern.
BHA bei Akne am Po, Rücken und an der Brust
Salicylsäure, auch BHA genannt, eignet sich gut bei unreiner Haut. Der Wirkstoff kann dazu beitragen, verstopfte Poren zu klären und überschüssigen Talg zu entfernen. Bei Körperakne sind Pflegeprodukte praktisch, die sich leicht verteilen lassen, zum Beispiel ein klärender Waschschaum.
Benzoylperoxid zur Behandlung von Körperakne
Benzoylperoxid wirkt antibakteriell und richtet sich vor allem gegen die Bakterien auf der Haut. Da Benzoylperoxid die Haut austrocknen und Textilien verfärben kann, sollten Sie entsprechende Produkte nur sparsam und gemäß Anwendungshinweis verwenden.
Hinweis: Wenn die Pickel tiefer unter der Haut liegen oder sehr schmerzhaft sind, sollten Sie hautärztlichen Rat einholen. Das gilt auch, falls Sie trotz guter Pflegeroutine über längere Zeit keine Besserung feststellen.
Körperakne loswerden: Pflegeroutine und Tipps
Um Körperakne zu bekämpfen und das Hautbild langfristig zu verbessern, kommt es auf die richtige Pflege an.
- Sanft reinigen: Ein mildes Duschgel entfernt Schweiß, Talg und Rückstände von Pflegeprodukten. Lauwarmes Wasser ist empfehlenswert, da sehr heißes Duschen die natürliche Schutzbarriere beeinträchtigen und die Haut austrocknen kann.
- Klärendes Peeling: Ein Peeling mit BHA kann dabei helfen, verstopfte Poren zu klären und Unreinheiten vorzubeugen. Tragen Sie das BHA-Peeling nach der Dusche dünn auf die betroffenen Stellen auf. Je nach Produkt bleibt es auf der Haut oder lässt sich nach kurzer Einwirkzeit wieder abspülen.
- Pickel gezielt behandeln: Bei entzündlichen Pickeln oder stärkerer Körperakne kommen benzoylperoxidhaltige Produkte infrage. Verwenden Sie Benzoylperoxid nur nach Anwendungshinweis und tragen Sie es zunächst sparsam auf. Ob und wie häufig die Anwendung gesteigert werden kann, hängt vom jeweiligen Präparat und der Verträglichkeit ab.
- Leichte Pflege: Wählen Sie Bodylotions und Hautcremes, die der Haut Feuchtigkeit spenden, ohne sich fettig anzufühlen. Gerade bei Akne an Brust, Po und Rücken sind leichte Texturen empfehlenswert.
- Dranbleiben: Körperakne beruhigt sich meist nicht über Nacht. Geben Sie Ihrer Haut ein paar Wochen Zeit, bis sich zeigt, ob die Pflege wirkt.
Was hilft bei Pickelmalen?
Wenn Pickel abheilen, bleiben manchmal rote, bräunliche oder dunklere Stellen zurück. Solche Pickelmale fallen insbesondere am Rücken und am Dekolleté stärker auf. Oftmals handelt es sich dabei nicht um echte Narben, sondern um Hautverfärbungen nach einer Entzündung. Die Pickelmale verblassen in der Regel mit der Zeit.
Wichtig: Lassen Sie abgeheilte Stellen in Ruhe – also nicht kratzen oder ausdrücken und auch keine groben Peelings verwenden. Setzen Sie lieber auf milde Pflegeprodukte. Dazu gehört auch Sonnenschutz, da UV-Strahlung dunklere Flecken sichtbarer machen kann.
Fazit
Körperakne entsteht häufig dort, wo besonders viele Talgdrüsen sitzen – etwa am Rücken, am Dekolleté und am Po. Eine sanfte Pflegeroutine und chemische Peelings können dazu beitragen, das Hautbild zu verbessern. Grobes Rubbeln und zu viele neue Produkte auf einmal sollten Sie dagegen vermeiden. Wenn die Pickel schmerzhaft sind oder die Haut trotz regelmäßiger Pflege nicht besser aussieht, ist hautärztlicher Rat sinnvoll.
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