Putzen mit Natron: Die besten Putzhacks für einen strahlend sauberen Haushalt
Ein sauberer Haushalt ohne unzählige Spezialreiniger – die Lösung dafür steht oft schon im Küchenschrank: Natron. Das unscheinbare Pulver ist ein altbewährtes Hausmittel und ein echtes Multitalent, das hartnäckige Flecken löst und schlechte Gerüche neutralisiert. Entdecken Sie hier die besten Putzhacks und erfahren Sie, wie Sie das Pulver gezielt einsetzen, um Küche, Bad und Co. zum Glänzen zu bringen.
dm drogerie markt
Lesedauer 6 Min.
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25.2.2026
Hand aufs Herz – wann haben Sie das letzte Mal Ihre Fenster geputzt? Wäre mal wieder an der Zeit, oder? Wie passend, dass der Frühjahrsputz bereits ungeduldig vor der Tür steht und die aufkeimenden Frühlingsgefühle für die nötige Motivation sorgen. Mit diesen Tipps und Tricks ist die eher unbeliebte Hausarbeit schnell erledigt. Ohne Schlieren und Streifen – für den perfekten Durchblick und ein richtig gutes Gefühl.
Natron als Hausmittel: Ein Alleskönner für den Haushalt
Natron, chemisch als Natriumhydrogencarbonat bekannt, ist ein bewährtes Hausmittel mit beeindruckenden Reinigungseigenschaften. Seine besondere Wirksamkeit verdankt es drei zentralen Eigenschaften:
Mechanische Reinigung: Die feinen Kristalle des Pulvers wirken wie ein sanftes Scheuermittel. Sie lösen Schmutz und leichte Verkrustungen, ohne empfindliche Oberflächen sofort zu zerkratzen.
Fett- und Eiweißlöser: In Wasser gelöst, entsteht eine milde Lauge – ähnlich wie bei Seifenwasser. Diese Lösung kann Fette und Eiweiße effektiv aufspalten, was besonders bei Verschmutzungen in der Küche nützlich ist.
Geruchsneutralisator: Statt Gerüche nur zu überdecken, bindet Natron Geruchsmoleküle und neutralisiert sie. Es wirkt sowohl bei sauren (z. B. im Kühlschrank) als auch bei basischen Gerüchen.
Wichtig zu wissen: Der Unterschied zu Backpulver und Waschsoda
Obwohl die drei Pulver oft verwechselt werden, sind sie nicht identisch:
Backpulver ist eine Mischung, die neben Natron auch ein Säuerungsmittel und ein Trennmittel (wie Stärke) enthält. Zum Putzen ist reines Natron meist besser geeignet. Achtung: Natron, das speziell zum Putzen verkauft wird, ist nicht für den Verzehr geeignet. Verwenden Sie zum Kochen und Backen ausschließlich Produkte in Lebensmittelqualität.
Waschsoda (Natriumcarbonat) ist chemisch eng mit Natron verwandt, aber deutlich stärker alkalisch und ätzender. Es hat eine stärkere Fettlösekraft, erfordert aber im Umgang mehr Vorsicht (z. B. das Tragen von Handschuhen).
Geniale Putzhacks: Die besten Anwendungen für Natron
Die wahre Stärke von Natron zeigt sich in seiner Vielseitigkeit. Mit nur wenigen Handgriffen lassen sich zahlreiche Herausforderungen im Haushalt meistern. Hier finden Sie die besten Anwendungsbeispiele Schritt für Schritt erklärt.
Wichtiger Hinweis vorab: Testen Sie jede Anwendung immer zuerst an einer kleinen, unauffälligen Stelle. So stellen Sie sicher, dass die Oberfläche nicht empfindlich reagiert. Natron kann eine leicht aufhellende Wirkung haben, die nicht auf allen Materialien erwünscht ist.
Allzweckreiniger selber machen (inkl. Dosierung für Putzwasser)
Allzweckreiniger selber machen (inkl. Dosierung für Putzwasser)
Für einen einfachen und effektiven Reiniger für leicht verschmutzte, abwischbare Oberflächen in Küche und Bad benötigen Sie nur zwei Zutaten. So geht’s: Lösen Sie einfach ein bis zwei Teelöffel Natron in 500 ml lauwarmem Wasser auf. Füllen Sie die Mischung am besten in eine Sprühflasche. Vor Gebrauch kurz schütteln, aufsprühen und mit einem feuchten Tuch nachwischen. Testen Sie den Reiniger vor der ersten Anwendung an einer unauffälligen Stelle.
Backofen & Grillrost von Verkrustungen befreien
Backofen & Grillrost von Verkrustungen befreien
Eingebranntes und hartnäckige Verkrustungen lassen sich mit einer Natron-Paste lösen. So geht’s: Mischen Sie Natron mit etwas Wasser im Verhältnis 3:1 zu einer streichfähigen Paste. Tragen Sie diese auf die verschmutzten Stellen auf (kalten Backofen!) und lassen Sie sie mehrere Stunden, am besten über Nacht, einwirken. Anschließend die Reste mit einem Schwamm entfernen und feucht nachwischen.
Fugen in Bad & Küche aufhellen
Fugen in Bad & Küche aufhellen
Dunkle Ablagerungen in Fliesenfugen lassen sich mit Natron sanft bearbeiten. So geht’s: Stellen Sie eine Paste aus Natron und Wasser her und tragen Sie diese mit einer alten Zahnbürste auf die Fugen auf. Kurz einwirken lassen, abbürsten und anschließend mit klarem Wasser abspülen. Testen Sie die Paste zuerst an einer unauffälligen Fuge, um sicherzugehen, dass weder Fuge noch Fliese angegriffen werden.
Toilette reinigen und Gerüche naturalisieren
Toilette reinigen und Gerüche naturalisieren
Natron hilft nicht nur bei der Reinigung, sondern bindet auch unangenehme Gerüche in der Toilette. So geht’s: Streuen Sie ein bis zwei Esslöffel Natron in die Toilettenschüssel und lassen Sie es für mindestens 15 Minuten einwirken. Danach wie gewohnt mit der Toilettenbürste schrubben und spülen.
Verstopfte Abflüsse reinigen
Verstopfte Abflüsse reinigen
Bei leichten Verstopfungen und zur Vorbeugung kann eine Kombination aus Natron und Essig helfen. So geht’s: Geben Sie vier Esslöffel Natron direkt in den Abfluss. Gießen Sie sofort eine halbe Tasse Haushaltsessig hinterher. Es wird anfangen zu sprudeln und zu schäumen. Sobald das Geräusch nachlässt, spülen Sie mit heißem (nicht kochendem) Wasser nach.
Schneidebretter hygienisch säubern
Schneidebretter hygienisch säubern
Wenn Sie Ihr Schneidebrett wirklich gründlich sauber bekommen wollen, sollten Sie diesen Natron-Hack unbedingt ausprobieren. So geht’s: Bestreuen Sie das Brett großzügig mit Natron, um Gerüche und Rückstände optimal zu binden. Geben Sie danach etwas Essigreiniger darüber, sodass eine leichte Reinigungsreaktion entsteht. Massieren Sie nun alles mit einem Schwamm in kreisenden Bewegungen ein, damit die Oberfläche wieder richtig sauber wird. Anschließend spülen Sie das Brett gründlich ab und wischen es komplett trocken
Textilien und Teppiche auffrischen
Textilien und Teppiche auffrischen
Sie können Ihren Teppich oder Textilien ganz einfach mit Natron auffrischen, ohne Wasser oder zusätzliche Reiniger zu verwenden. So geht’s: Streuen Sie als Erstes großzügig Natron über die gesamte Fläche. Lassen Sie alles für ein paar Minuten einwirken, damit das Pulver genug Zeit hat, Schmutzpartikel und Gerüche zu binden. (Testen Sie die Methode vorab an einer unauffälligen Stelle, um die Farbechtheit zu prüfen.) Nach der Einwirkzeit saugen Sie den Teppich oder die Polster gründlich ab, bis alle Reste entfernt sind.
Unangenehme Gerüche im Kühlschrank, Mülleimer & Co. binden
Unangenehme Gerüche im Kühlschrank, Mülleimer & Co. binden
Natron ist ein hervorragender Geruchsneutralisator. So geht’s: Stellen Sie eine kleine, offene Schale mit etwa 50 g Natron in den Kühlschrank, um Gerüche zu binden (alle paar Wochen austauschen). Eine Handvoll Natron auf den Boden des Mülleimers gestreut, bevor Sie einen neuen Müllbeutel einlegen, beugt ebenfalls Geruchsbildung vor.
Vorsicht geboten: Was sollte man nicht mit Natron reinigen?
Obwohl Natron ein vielseitiges Hausmittel ist, eignet es sich nicht für alle Oberflächen. Aufgrund seiner leicht schleifenden (abrasiven) und alkalischen Eigenschaften kann es bestimmte Materialien angreifen und beschädigen. Bei den folgenden Oberflächen sollten Sie daher auf den Einsatz von Natron verzichten:
Aluminium: Natron reagiert mit Aluminium und kann unschöne, dunkle Flecken und Verfärbungen auf Töpfen, Pfannen oder Backblechen aus diesem Material hinterlassen.
Marmor und andere kalkhaltige Natursteine: Oberflächen wie Marmor, Kalkstein oder Travertin sind sehr empfindlich gegenüber Säuren und Laugen. Die alkalische Natur von Natron und seine feinen Kristalle können die polierte Oberfläche angreifen, sie stumpf machen und dauerhaft schädigen.
Echtholzoberflächen (unversiegelt oder geölt): Bei unbehandeltem, gewachstem oder geöltem Holz kann Natron die schützende Schicht entfernen. Das Holz kann dadurch austrocknen, aufquellen oder Flecken bekommen. Bei versiegelten Holzböden (z. B. lackiertes Parkett) kann die abrasive Wirkung den Lack zerkratzen.
Oberflächen mit speziellen Beschichtungen: Antihaft-Beschichtungen von Pfannen, aber auch andere versiegelte oder lackierte Oberflächen können durch die Scheuerwirkung des Natrons zerkratzt und beschädigt werden.
Im Zweifel gilt immer: Testen Sie die Anwendung an einer verdeckten Stelle oder greifen Sie auf einen für das Material empfohlenen Reiniger zurück.
Natron und Essig mischen: Sinnvoll oder Mythos?
Die Kombination von Natron und Essig ist ein bekannter Putzhack, der vor allem durch sein eindrucksvolles Sprudeln beeindruckt. Doch ist die Mischung wirklich so effektiv, wie sie aussieht? Die Antwort ist ein klares Jein.
Was passiert bei der Mischung? Wenn das basische Natron auf den sauren Essig trifft, findet eine chemische Reaktion statt. Dabei neutralisieren sich die beiden Stoffe gegenseitig. Es entstehen Wasser, ein Salz (Natriumacetat) und Kohlendioxid – das Gas, das für das bekannte Zischen und Schäumen verantwortlich ist. Das bedeutet: Mischt man beides direkt in einer Flasche, um einen Reiniger herzustellen, heben sich die spezifischen Reinigungswirkungen von Säure (gegen Kalk) und Base (gegen Fett) größtenteils auf.
Der Trick: Nacheinander anwenden: Wirklich sinnvoll ist der Einsatz von Natron und Essig, wenn man sie nacheinander verwendet. Die mechanische Wirkung des Sprudelns kann dabei helfen, Ablagerungen zu lockern.
Anwendungsbeispiel Abfluss: Wie bereits im Putzhack beschrieben, wird zuerst das Natron in den Abfluss gegeben und dann der Essig nachgegossen. Die entstehende Reaktion lockert festsitzenden Schmutz und Haare. Das anschließende Nachspülen mit heißem Wasser transportiert die gelösten Partikel ab.
Anwendungsbeispiel Kalk und Fett: Bei hartnäckigen Mischverschmutzungen, zum Beispiel in der Spüle, kann man zuerst mit Natron das Fett lösen und anschließend mit Essig Kalkflecken entfernen.
Die beiden Hausmittel sind also ein starkes Team – aber am besten mit etwas Abstand.
FAQ
Wie viel Natron kommt ins Putzwasser?
Wie viel Natron kommt ins Putzwasser?
Als Faustregel für einen selbstgemachten Allzweckreiniger genügen ein bis zwei Teelöffel Natron auf 500 ml lauwarmes Wasser. Die genaue Dosierung hängt jedoch von der jeweiligen Anwendung ab; für eine Scheuerpaste wird deutlich mehr Pulver benötigt.
Was sollte man nicht mit Natron reinigen?
Was sollte man nicht mit Natron reinigen?
Vermeiden Sie die Reinigung von Aluminium, Marmor und anderen kalkhaltigen Natursteinen sowie unversiegelten oder geölten Holzoberflächen. Die leicht schleifende und alkalische Wirkung von Natron kann diese Materialien dauerhaft beschädigen.
Hilft Natron auch gegen schlechte Gerüche im Haushalt?
Hilft Natron auch gegen schlechte Gerüche im Haushalt?
Ja, Natron ist ein ausgezeichneter Geruchsneutralisator. Es bindet Geruchsmoleküle, anstatt sie nur zu überdecken, und eignet sich daher ideal für den Einsatz im Kühlschrank, in Mülleimern, Schuhen oder auf Teppichen.
Kann man mit Natron auch Wäsche waschen?
Kann man mit Natron auch Wäsche waschen?
Ja, Natron kann als Zusatz zum Waschmittel verwendet werden, um Gerüche zu neutralisieren und das Wasser zu enthärten, wodurch das Waschmittel effektiver wirkt. Geben Sie dafür einfach etwa 50 g Natron direkt mit der Wäsche in die Trommel.
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