Deo oder Antitranspirant
Vor der Entscheidung für das richtige Deo steht die ganz normale Schweißbildung. Ihnen ist dieses Thema unangenehm? Das muss es nicht sein. Schwitzen ist menschlich, völlig normal und sogar gesund. Ihre Schweißdrüsen sind Teil der Haut und über den gesamten Körper verteilt. Sie funktionieren wie kleine Ventile und sorgen rund um die Uhr dafür, dass Ihr Körper sozusagen von außen „klimatisiert" wird. So viele fleißige Poren dürfen also wertgeschätzt und, im Fall Ihrer Achselhöhlen, gut gepflegt werden. Womit wir beim Deodorant wären: „Deo" ist letztlich nur ein Oberbegriff für zwei unterschiedliche Pflegemittel.

dm drogerie markt
Lesedauer 5 Min.
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27.7.2026

Deodorant ist nicht gleich Antitranspirant
Schwitzen ist gut, ein unangenehmer Geruch unter den Achseln ist es weniger. Genau hier kommen Deodorant und Antitranspirant ins Spiel. Doch warum „oder"? Ist das nicht dasselbe? Nein, denn die Wirkung beider Pflegeprodukte unterscheidet sich deutlich.
Deo wirkt dem Schweißgeruch entgegen
Ein klassisches Deodorant hat zwei Aufgaben. Erstens: Es hemmt die Bakterien. Denn nicht der Schweiß selbst ist für den unangenehmen Geruch verantwortlich, sondern die Bakterien, die ihn zersetzen. Zweitens: Es überdeckt den entstehenden Geruch. Um diese Aufgaben zu erfüllen, enthalten klassische Deos antibakterielle Inhaltsstoffe und feine Duftnoten. Aluminiumsalze sind hingegen nicht enthalten. Sie schwitzen bei der Anwendung also genauso viel wie ohne Deo, nehmen den Schweißgeruch aber weder selbst wahr, noch tut es Ihr Umfeld.
Antitranspirant reduziert den Schweiß
Anti-Transpirant, Anti-was? Der zentrale Unterschied zwischen Deodorant und Antitranspirant steckt schon im Namen: „Anti" bedeutet „gegen", „transpirieren" heißt „schwitzen". Im Gegensatz zum aluminiumfreien Deo reduzieren Antitranspirantien das Schwitzen an sich. Damit sind wir auch beim zweiten Unterschied: dem enthaltenen Aluminium, genauer gesagt den Aluminiumsalzen. Aluminiumhaltige Deos sorgen beim Auftragen dafür, dass Schweißflecken und Schweißgeruch gar nicht erst entstehen. Die Aluminiumsalze verengen die Schweißdrüsen-Ausgänge und verringern so den Schweißfluss. Dadurch wird den Bakterien die Grundlage entzogen: kein Schweiß, keine Bakterien, kein strenger Geruch. Vor allem bei starkem Schwitzen kann das ein klarer Vorteil sein.
Zum Merken: Jedes Deodorant wirkt antibakteriell und ist in der Regel angenehm parfümiert. Antitranspirantien enthalten zusätzlich Aluminiumsalze, die die Schweißproduktion hemmen.
Welcher Typ sind Sie: Deo oder Antitranspirant?
Achselzucken war gestern. Fragen Sie doch einmal Ihre Achseln, und zwar nach Ihrem körpereigenen „Schwitzverhalten" und nach Ihrem bevorzugten Duft nach der Dusche. Wir greifen Ihnen dabei gerne unter die Arme, mit einer kleinen Deo-Typologie.
Bei wenig Schweiß
Sie sind eher entspannt unterwegs, schieben gerne die ruhige Kugel und kommen gut ohne viel Schwitzen durch den Tag? Dann reicht Ihnen wahrscheinlich ein geruchsneutrales Deodorant ohne Aluminiumsalze.
Wenn Sie wenig schwitzen, genügt es, die Bakterien in Schach zu halten, anstatt die persönliche Note durch Parfüm zu überlagern. In diesem Fall unterstützt Sie zum Beispiel eine duft- und aluminiumsalzfreie Deo-Creme. Auch ein Körperpuder oder, ganz praktisch, Deo-Tücher können gut zu eher trockenen Achseln passen. Diese Varianten eignen sich übrigens auch für sensible Haut.
Bei durchschnittlichem Schwitzverhalten
Wenn Sie ein durchschnittliches Schwitzverhalten haben, sind Sie mit unkomplizierten Achseln gesegnet. Gut für Sie. Genauso gut geeignet ist ein klassisches Deodorant, das seinen Job zuverlässig macht, freundlich zu Ihrer Haut und aluminiumsalzfrei ist. Ein Antitranspirant brauchen Sie nicht zwingend. Wenn Sie der Duft eines solchen Produkts aber überzeugt, dürfen Sie selbstverständlich auch dazu greifen.
Bei starkem Schwitzen
Sie sind agil, aktiv und viel unterwegs? Und schwitzen hin und wieder stark? Dann könnte ein Antitranspirant Ihr optimaler Begleiter sein. Sie haben die Wahl zwischen Spray, Roll-on, Stift oder Kristall. Falls Sie Ihre Achseln rasieren, empfiehlt sich eher ein Roller als ein Spray.
Tipp: Apropos Rasur. Reagieren Ihre Achseln nach der Rasur etwas empfindlich? Warten Sie einfach ein paar Minuten mit dem Auftragen des Deos, bis sich die Hautpartie erholt hat.
Fazit
Ob Deo oder Antitranspirant, die richtige Wahl hängt vor allem von Ihrem persönlichen Schwitzverhalten und Ihren Vorlieben ab. Klassische Deodorants wirken antibakteriell und überdecken den Geruch, während Antitranspirantien mit Aluminiumsalzen zusätzlich die Schweißbildung reduzieren. Wer wenig schwitzt, ist mit einem milden, aluminiumsalzfreien Produkt meist gut beraten. Bei stärkerem Schwitzen kann ein Antitranspirant für mehr Frische im Alltag sorgen. Hören Sie am besten auf Ihre Achseln und probieren Sie in Ruhe aus, welche Variante, ob Spray, Roller, Stift, Kristall oder Creme, sich für Sie am angenehmsten anfühlt.






