Wie duscht man richtig? – Die besten Tipps
Eine Dusche tut nicht nur dem Körper gut, sondern bringt auch den Kopf wieder frei. Doch wussten Sie, dass zu heißes Wasser, zu langes Duschen oder das falsche Duschgel der Haut mehr schaden als nützen können? Damit Sie das tägliche Ritual optimal für Ihr Wohlbefinden nutzen, haben wir die wichtigsten Tipps zum richtigen Duschen für Sie zusammengestellt – von der idealen Wassertemperatur bis zur Pflege danach.

dm drogerie markt
Lesedauer 8 Min.
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31.7.2026

Die Grundlagen des richtigen Duschens
Bevor es um Duschgel und Pflege geht, lohnt sich ein Blick auf die wichtigsten Eckdaten: Häufigkeit, Temperatur und Dauer haben einen direkten Einfluss darauf, wie gesund Ihre Haut bleibt.
Wie oft sollte man duschen?
Auf unserer Haut befinden sich Mikroorganismen wie Bakterien und Hautpilze, die einen natürlichen Schutzfilm gegen Umwelteinflüsse bilden. Tägliches Duschen kann diesen sogenannten Säureschutzmantel schwächen und die Haut anfälliger für Trockenheit, Rötungen und Reizungen machen. Solange Sie nicht jeden Tag stark schwitzen, reicht es daher in der Regel aus, jeden zweiten Tag zu duschen. An den Tagen dazwischen genügt eine kurze Wäsche an den relevanten Stellen wie Achseln, Intimbereich und Füßen.
Die ideale Wassertemperatur
Sie müssen nicht eiskalt duschen, auch wenn das den Kreislauf in Schwung bringt. Zu heißes Wasser jedoch weicht die Haut auf, greift den Schutzmantel an und entzieht ihr Feuchtigkeit. Die Folge: Spannungsgefühl, Trockenheit und Juckreiz. Ideal ist ein Mittelweg. Eine Wassertemperatur zwischen 32 und 38 Grad ist angenehm warm, ohne die Haut zu strapazieren.
Die richtige Duschdauer
Auch bei der Duschdauer gilt: Weniger ist mehr. Selbst lauwarmes Wasser trocknet die Haut aus, wenn Sie zu lange darunter stehen. Eine Duschzeit von etwa fünf Minuten reicht völlig aus, um sich gründlich zu reinigen und gleichzeitig die Hautbarriere zu schonen.
Das richtige Duschgel und die richtige Anwendung
Kaum ein Bad-Produkt bietet so viel Auswahl wie Duschgele. Damit Sie Ihrer Haut wirklich etwas Gutes tun, sollten Sie sich nicht von der Verpackung leiten lassen, sondern von der Pflegewirkung – und auch beim Einseifen gibt es ein paar einfache Regeln.
Das passende Duschgel für Ihren Hauttyp
Wählen Sie ein Duschgel, das zu Ihrem Hauttyp passt:
- Trockene Haut: rückfettende, cremige Duschöle oder Duschcremes mit pflegenden Inhaltsstoffen
- Empfindliche Haut: parfümfreie und besonders milde Waschlotionen
- Normale bis Mischhaut: mild reinigende Duschgele mit hautfreundlichem pH-Wert
Dieser Tipp gilt übrigens auch für Männer: Statt zu „5-in-1“-Produkten zu greifen, profitieren Haut und Haar von Produkten, die speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmt sind.
Nicht den ganzen Körper einseifen
Sie müssen sich beim Duschen nicht von Kopf bis Fuß einseifen. Viele Körperstellen werden bereits durch das Wasser ausreichend gereinigt. Konzentrieren Sie sich auf die wirklich relevanten Bereiche wie Achseln, Intimbereich und Füße – das spart Produkt und schont die Haut.
So seifen Sie sich richtig ein
Eine kleine Portion Duschgel reicht völlig aus. Damit seifen Sie Achseln und Oberkörper ein. Beim Abspülen werden die übrigen Körperpartien durch das herabfließende Wasser sanft mitgereinigt. Ein weicher Duschschwamm unterstützt die Reinigung mit einem leichten Peelingeffekt und entfernt abgestorbene Hautschüppchen. Achten Sie darauf, den Schwamm nach dem Duschen gut auszuspülen und an einem luftigen Ort trocknen zu lassen – so haben Keime keine Chance.
Empfindliche Körperbereiche richtig pflegen
Einige Bereiche des Körpers brauchen beim Duschen besondere Aufmerksamkeit, da sich Haut und pH-Wert dort von der übrigen Hautoberfläche unterscheiden.
Intimbereich schonend reinigen
Verwenden Sie für den Intimbereich kein herkömmliches Duschgel. Diese Hautpartie hat ein saures Milieu und benötigt eine speziell abgestimmte Waschlotion mit einem niedrigeren pH-Wert. So bleibt die natürliche Schutzfunktion erhalten und Reizungen werden vermieden. Zur täglichen Reinigung reicht meist auch klares, lauwarmes Wasser aus.
Gesichtspflege unter der Dusche
Die Gesichtshaut ist deutlich dünner und empfindlicher als die übrige Körperhaut. Verwenden Sie deshalb ein mildes Reinigungsprodukt, das speziell auf das Gesicht abgestimmt ist. Reinigen Sie Ihr Gesicht am besten ganz zum Schluss – so spülen Sie eventuelle Shampoo- oder Duschgelrückstände gleich mit ab.
Haare waschen unter der Dusche
Die Haare gehören an den Anfang Ihrer Duschroutine. Während Sie sich danach einseifen und abspülen, können Spülungen oder Haarkuren in Ruhe einwirken. Gehen Sie sparsam mit Shampoo um und vermeiden Sie kräftiges Rubbeln, denn häufiges und intensives Waschen lässt das Haar an Glanz verlieren und trocknet die Kopfhaut aus.
Gesund duschen, entspannen und nach der Dusche pflegen
Eine Dusche kann weit mehr sein als reine Körperhygiene – sie tut Kreislauf, Immunsystem und Psyche gut. Mit den richtigen Handgriffen vor, während und nach der Dusche holen Sie das Beste für Ihre Haut heraus.
Wechselduschen für Kreislauf und Immunsystem
Wechselduschen sind eine einfache Methode, um Körper und Geist zu stärken. So funktioniert es:
- Beginnen Sie warm, um die Gefäße zu weiten.
- Wechseln Sie zu kaltem Wasser, beginnend an Beinen und Armen.
- Wiederholen Sie den Wechsel zwei bis drei Mal.
- Beenden Sie die Dusche immer mit einem kalten Durchgang.
Wechselduschen fördern die Durchblutung, straffen die Haut und können dabei helfen, das Immunsystem zu stärken.
Entspannung unter der Dusche
Eine prasselnde Dusche im Nacken kann Verspannungen lösen und für Wohlbefinden sorgen. Mit einer Massagedüse oder einem entspannenden Duschpflegeprodukt mit ätherischen Ölen lässt sich das tägliche Ritual ganz einfach in eine kleine Wellness-Auszeit verwandeln.
Richtig duschen nach dem Sport
Nach dem Training ist eine Dusche besonders willkommen. Damit sie Körper und Haut wirklich gut tut, sollten Sie drei Dinge beachten:
- Erst zur Ruhe kommen: Springen Sie nicht sofort unter die Dusche. Warten Sie ein paar Minuten, bis sich der Körper beruhigt und die Herzfrequenz gesenkt hat. Ein Glas Wasser oder ein kurzer Gang an die frische Luft überbrücken die Wartezeit.
- Lauwarm statt heiß oder eiskalt: Kaltes Wasser regt zwar die Durchblutung an, kann den Körper aber zum Nachschwitzen bringen. Heißes Wasser trocknet die ohnehin beanspruchte Haut aus. Ideal ist eine kurze, lauwarme Dusche. Wer dem Bindegewebe etwas Gutes tun möchte, kann am Schluss noch die Beine kalt abduschen.
Nach dem Duschen: Abtrocknen und Hautpflege
Auch nach dem Verlassen der Dusche kommt es darauf an, was Sie tun. Reiben Sie Ihre Haut niemals trocken – dadurch werden hauteigene Schutzlipide entfernt. Tupfen Sie sich stattdessen sanft mit einem weichen Handtuch ab.
Frisch geduscht ist die Haut besonders aufnahmefähig für Pflege:
- Im Winter: reichhaltige Körpercremes oder Bodybutter mit pflegenden Lipiden
- Im Sommer: leichte, schnell einziehende Bodylotionen
- Bei trockener Haut: feuchtigkeitsspendende Produkte mit Urea oder pflanzlichen Ölen
So bleibt die Haut geschmeidig und der natürliche Schutzmantel wird unterstützt.
Fazit
Richtig duschen bedeutet, Maß zu halten – bei Temperatur, Dauer und der Menge der Pflegeprodukte. Lauwarmes Wasser, eine kurze Duschzeit und auf den Hauttyp abgestimmte Produkte schonen die natürliche Hautbarriere und beugen Trockenheit vor. Wer empfindliche Bereiche wie Intimzone und Gesicht gezielt pflegt, die Haare nicht zu strapazieren und anschließend mit einer pflegenden Lotion verwöhnt, holt das Beste aus der täglichen Dusche heraus. So wird sie nicht nur zum Hygieneritual, sondern auch zu einer kleinen Auszeit für Körper und Geist.







