Peptide für eine straffere & gepflegtere Haut
Mit den Jahren verändert sich die Haut am Körper. Vor allem an Oberarmen, Dekolleté, Bauch und Oberschenkeln wirkt sie vielleicht weniger fest, trockener oder nicht mehr so ebenmäßig. Dann kann Anti-Aging-Pflege helfen: Peptide sollen die hauteigene Kollagenbildung unterstützen und für ein glatteres, festeres Hautbild sorgen. Wie funktionieren diese Wirkstoffe genau? Und was ist bei der Hautpflege wichtig?

dm drogerie markt
Lesedauer 6 Min.
•
30.10.2026

Was sind Peptide?
Peptide bestehen aus Aminosäuren, die natürlicherweise in der Haut vorkommen und als Bausteine für Proteine wie Kollagen oder Elastin dienen. Diese Proteine tragen dazu bei, dass sich die Haut fest anfühlt, elastisch bleibt und glatt aussieht. In der Hautpflege spielen Peptide vor allem dann eine Rolle, wenn die Haut mit dem Alter an Spannkraft verliert.
Peptide finden sich zum Beispiel in Bodylotions und Hautcremes, die reife Haut pflegen und ein glatteres Hautbild fördern sollen. Die Pflegeprodukte eignen sich insbesondere für Bereiche, an denen die Haut zu Falten neigt und weniger straff wirkt – etwa an den Oberarmen und am Dekolleté. Eine regelmäßige Pflege kann dazu beitragen, dass sich die Haut an diesen Stellen besser versorgt anfühlt und ebenmäßiger erscheint.
Peptide als „Botenstoffe“ für die Kollagenbildung
Kollagen gehört zu den Proteinen im menschlichen Körper, die der Haut Festigkeit geben. Der Körper bildet Kollagen selbst, allerdings lässt diese Aktivität mit den Jahren nach. Dadurch verliert die Haut allmählich an Spannkraft und wirkt weniger glatt.
Peptide wirken in der Hautpflege wie kleine Boten. Sprich: Eine peptidhaltige Creme bringt kein neues Kollagen von außen in die Haut. Vielmehr geben Peptide den Hautzellen ein Signal, wichtige Strukturproteine wie Kollagen vermehrt neu zu bilden. Genau aus diesem Grund gelten Peptide als beliebte Anti-Aging-Wirkstoffe.
So wirken Peptide auf die Haut:
- Straffer wirkende Haut: Wenn Peptide die Haut bei der Bildung von Kollagen und Elastin unterstützen, kann sie mit der Zeit fester, elastischer und glatter aussehen.
- Glatteres Hautbild: Wenn die Haut regelmäßig gepflegt und mit Feuchtigkeit versorgt ist, wirken raue Stellen und feine Linien oft weniger ausgeprägt. Peptide können diesen Pflegeeffekt unterstützen.
- Sanfte Pflege: Peptide peelen die Haut nicht und gelten als eher milde Wirkstoffe. Deshalb sind sie besonders für empfindlichere Bereiche wie das Dekolleté, den Halsansatz oder die Innenseiten der Oberarme geeignet.
Gut zu wissen: Peptidhaltige Pflege braucht etwas Zeit. Ob Ihre Haut glatter oder fester wirkt, lässt sich meist erst nach mehreren Wochen regelmäßiger Anwendung einschätzen.
Welche Peptide straffen die Haut?
Peptide sind ein Sammelbegriff für verschiedene Inhaltsstoffe. Je nach Art unterscheiden sie sich darin, wie sie auf die Haut wirken. Manche Peptide unterstützen Prozesse rund um Kollagen und Elastin, andere mildern feine Linien. Die folgende Übersicht zeigt Ihnen, worin sich die wichtigsten Peptide unterscheiden:
- Signalpeptide regen die Hautzellen an, mehr Bestandteile für ein festes Hautbild zu bilden. Dazu zählen vor allem Kollagen und Elastin. Beide helfen dabei, dass die Haut elastisch bleibt und glatter aussieht.
- Carrier-Peptide begleiten bestimmte Stoffe in der Haut, wie beispielsweise Kupfer. Kupfer ist an Prozessen beteiligt, die für die Hauterneuerung und Regeneration wichtig sind. In Pflegeprodukten ergänzen Carrier-Peptide daher vor allem Formulierungen, die reifer wirkende Haut kräftiger und gepflegter erscheinen lassen.
- Neurotransmitter-hemmende Peptide kennen Sie vielleicht eher aus der Gesichtspflege. Die Inhaltsstoffe werden vor allem im Zusammenhang mit Gesichtspflege und „Mimiklinien“ erwähnt. Für die Körperpflege sind sie dagegen weniger von Bedeutung. Denn an Oberarmen, Bauch oder Oberschenkeln geht es in der Regel darum, dass die Haut fester aussehen und glatter wirken soll.
- Enzym-hemmende Peptide sollen helfen, essenzielle Hautbestandteile länger zu erhalten. In der Körperpflege kommen sie oft zusätzlich zu anderen Anti-Aging-Wirkstoffen vor.
Für straffer wirkende Haut spielen Signalpeptide meist die primäre Rolle.
Peptide, Retinol oder Vitamin C?
Peptide, Retinol und Vitamin C sind bekannte Wirkstoffe in der Anti-Aging-Pflege, unterscheiden sich aber in ihrer Wirkungsweise.
Peptide greifen weniger in die Erneuerung der Hautoberfläche oder die Pigmentierung ein. Ihr Fokus liegt auf der Hautstruktur: Sie können die hauteigene Bildung von Kollagen und Elastin unterstützen. Dadurch wirken feine Linien bei regelmäßiger Pflege oft weniger ausgeprägt. Da Peptide keinen Peeling-Effekt haben, beanspruchen sie die Hornschicht meist weniger stark. Sie gelten allgemein als gut verträglich, weshalb sie auch für sensible Haut infrage kommen.
Retinol ist eine bewährte Form von Vitamin A und unterstützt den natürlichen Erneuerungszyklus der Haut. Dadurch kann das Hautbild feiner wirken, Poren sowie Unreinheiten können weniger auffallen. Zudem fördert Retinol die Kollagenbildung. So kann die Haut glatter wirken und Falten fallen mit der Zeit weniger auf.
Vitamin C erfüllt in der Hautpflege vor allem eine schützende und ausgleichende Funktion. Als Antioxidans fängt es freie Radikale ab, die durch UV-Licht oder Umweltbelastungen entstehen. Vitamin C kann so dazu beitragen, vorzeitiger, umweltbedingter Hautalterung vorzubeugen. Außerdem lässt der Wirkstoff den Teint ebenmäßiger und frischer wirken und unterstützt Prozesse, die für stabiles Kollagen wichtig sind.
Tipps für die Hautpflege mit Peptiden
Peptidhaltige Cremes und Bodylotions können reifere Haut geschmeidig pflegen und ein fester wirkendes Hautbild unterstützen.
So lassen sich peptidhaltige Produkte in Ihre tägliche Pflegeroutine integrieren:
- Regelmäßig pflegen: Für viele Hauttypen reicht tägliches Eincremen aus. Neigt Ihre Haut zu Trockenheit, kann eine zusätzliche Pflegeeinheit am Abend für ein angenehmes Gefühl sorgen.
- Nach dem Duschen auftragen: Direkt nach dem Duschen lässt sich die Bodylotion auf der noch leicht feuchten Haut gleichmäßig verteilen. Das hilft, Feuchtigkeit länger in der Haut zu halten.
- Gezielt anwenden: Bereiche wie Oberarme, Bauch oder Oberschenkel profitieren von einer regelmäßigen Pflege, wenn die Haut dort weniger straff wirkt.
- Sanft einmassieren: Eine kurze Massage beim Eincremen verteilt die Pflege gleichmäßig und hinterlässt ein rundum gepflegtes Hautgefühl.
- Langsam starten: Reagiert Ihre Haut empfindlich, empfiehlt sich zu Beginn eine Anwendung an wenigen Tagen pro Woche. Danach lässt sich die Häufigkeit Schritt für Schritt steigern.
Fazit
Eine Körperpflege mit Peptiden eignet sich vor allem für reifere Haut an den Oberarmen, am Dekolleté, am Bauch und an den Oberschenkeln. Die Wirkstoffe unterstützen die Spannkraft der Haut und pflegen sie geschmeidig. Ein weicheres Hautgefühl kann sich bereits nach den ersten Anwendungen bemerkbar machen. Damit Ihre Haut langfristig glatter und fester erscheint, kommt es jedoch auf eine regelmäßige Nutzung an.




