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Der Orgasmus der Frau 

Noch immer ranken sich um den Orgasmus der Frau viele Mythen und Vermutungen. Die Wissenschaft hat die weibliche Lust lange vernachlässigt, es gibt also gewaltigen Aufholbedarf. Einiges wissen wir jedoch schon über den Orgasmus der Frau. Spannende Informationen zum weiblichen Höhepunkt und Tipps für mehr Lustempfinden bekommen Sie hier. 

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Lesedauer 6 Min.

30.12.2025

Orgasmus bei Frauen 

Während der Orgasmus bei den Männern an der Ejakulation (Samenerguss) eindeutig zu erkennen ist, ist der Orgasmus der Frau schwerer zu fassen: Vor allem Männer, aber auch einige Frauen, fragen sich nach dem Sex, ob es zum weiblichen Orgasmus gekommen ist. 

Bei Frauen äußert sich der Höhepunkt der Lust durch ein rhythmisches Zusammenziehen der Unterleibsmuskulatur: Gebärmutter, Beckenboden und Vagina zucken abrupt. Viele Frauen haben das Bedürfnis, ihre Lust in diesem Moment herauszuschreien. 

Vier-Stufen-Modell der sexuellen Reaktion 

Nach den Studien der Sexualforscherin Virginia Johnson und des Gynäkologen William Howell Masters wird der Weg zum Orgasmus bei Frauen und Männern in vier Phasen eingeteilt. Das Vier-Stufen-Modell der sexuellen Reaktion bei Frauen sieht wie folgt aus: 

  • Erregungsphase: Die Vagina wird feucht, Schamlippen und Klitoris schwellen an, Blutdruck und Puls steigen an. 

  • Plateauphase: Die Vagina füllt sich mit Blut und wird enger. Die Klitoris zieht sich in ihre Vorhaut zurück. 

  • Orgasmus: Es kommt zu den oben beschriebenen abrupten Kontraktionen des Unterleibs. 

  • Rückbildungsphase: Schamlippen und Klitoris schwellen ab. Die Vagina entspannt sich. 

Im Gegensatz zu Männern sind Frauen nach dem Orgasmus sofort wieder erregbar, sodass sie auch mehrere Orgasmen nacheinander erleben können. Man spricht dann von multiplen Orgasmen

Weiblicher Orgasmus: Dauer 

Das Erleben des weiblichen Orgasmus ist von Frau zu Frau sehr unterschiedlich: Bei einigen dauert der Höhepunkt der Lust nur wenige Sekunden, andere sprechen von Lustwellen, die bis zu einer Minute andauern. Fest steht nur, dass der Orgasmus bei Männern deutlich kürzer ausfällt. 

Vaginaler Orgasmus – klitoraler Orgasmus 

In der Sexualforschung ist es üblich, zwischen einem klitoralen Orgasmus und einem vaginalen Orgasmus zu unterscheiden. Beim klitoralen Orgasmus wird der Höhepunkt ausschließlich über die Stimulation der Vulva und der Klitoris erreicht. Der vaginale Orgasmus hingegen findet über die Erregung der Vagina und des Gebärmutterhalses statt, beispielsweise durch Penetration. 

Viele Frauen spüren jedoch keine Unterschiede beim Lusterlebnis selbst. Dass der vaginale Orgasmus zu einem intensiveren Höhepunkt führt, halten viele in der Wissenschaft heute für eine überholte Annahme. Intensiver wird der Orgasmus allerdings, wenn er vaginal und klitoral gleichzeitig geschieht. Der doppelte Orgasmus wird auch „Blended Orgasmus“ genannt. 

Was ist Squirten? 

Mit dem Begriff Squirting wird der Ausstoß einer größeren Menge wässriger Flüssigkeit während oder vor dem weiblichen Orgasmus bezeichnet. Sie stammt aus der Harnröhre und ist nicht mit der weiblichen Ejakulation gleichzusetzen: Hierbei handelt es sich nämlich um ein dickflüssigeres Sekret, das vermutlich von der Skene-Drüse freigesetzt wird. Beide Phänomene sind Ausdruck des Lustempfindens. Haben Sie diese noch nicht bewusst gespürt oder wahrgenommen, bedeutet das aber nicht, dass Sie keinen echten weiblichen Orgasmus hatten. 

Orgasmus der Frau: Empfindungen 

Jede Frau empfindet ihren Orgasmus unterschiedlich: Einige beschreiben ihn mit einem Pochen in der Vagina, andere mit Hitze, die sich vom Unterleib aus verteilt, wiederum andere sprechen von Wellen der Lust, die sich über den ganzen Körper ausbreiten. Oft wird er auch als entspannend, überwältigend oder kribbelnd beschrieben. Auch mit Zittern, Verkrampfen und Gefühlen der Ohnmacht kann der Orgasmus der Frau einhergehen. 

Leichter zum Orgasmus kommen 

Viele Frauen haben Probleme, zum Höhepunkt zu kommen. Mit diesen Tipps kommen Sie leichter und öfter zum weiblichen Orgasmus: 

  • Sagen, was Sache ist: Jede und jeder ist anders und für den Orgasmus gibt es kein Rezept. Sprechen Sie über Ihre Wünsche und Vorlieben.
  • Der richtige Zeitpunkt: Manche mögen es morgens nach dem Aufwachen, andere kommen am liebsten am Abend. Finden Sie den richtigen Moment.
  • Zeit für Sex: Im stressigen Alltag bleibt Sexualität oft auf der Strecke, besonders, wenn Kinder da sind. Nehmen Sie sich regelmäßig Zeit als Paar und planen Sie Ihre Schäferstündchen ruhig vorher. Sorgen Sie dann dafür, dass Sie ungestört sind.
  • Beckenboden-Training: Ein muskulöser Beckenboden steigert das Lustempfinden bei Frauen und Männern. Neben bewährten Beckenboden-Übungen können Liebeskugeln oder Vaginalkonen eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur wieder stärken.
  • Masturbation: Legen Sie einfach mal öfter selbst Hand an, beispielsweise mit kreativen Sextoys. Dabei merken Sie, welche Bereiche bei Ihnen besonders erregbar sind und wie Sie am besten zum Höhepunkt kommen. Teilen Sie Ihr Wissen dann mit Ihrem Partner. 

Tipp: Beim Sex während der Periode kann der weibliche Orgasmus entspannend und lindern wirken. 

Kein Orgasmus? Mögliche Ursachen 

Kommt eine Frau nicht zum Orgasmus, kann das verschiedene Gründe haben. Die Ursachen sind aber meist nicht körperlicher Natur, sondern hängen oft mit der psychischen Gesundheitzusammen. 

  • Einnahme von Medikamenten: Bestimmte Arzneien wie Antidepressiva oder Antihistaminika wirken sich negativ auf die weibliche Libido aus. Dazu gehört auch die Anti-Baby-Pille. Haben Sie das Gefühl, Ihre Orgasmus-Probleme sind auf die Einnahme bestimmter Medikamente zurückzuführen, sollten Sie sich ärztlich beraten lassen.
  • Hormonschwankungen: Auch die Hormone können verantwortlich für Lustlosigkeit oder fehlende Erregbarkeit sein. Holen Sie diesbezüglich medizinischen Rat ein. Eine Blutuntersuchung kann Aufschluss geben.
  • Hemmungen, sich gehen zu lassen: Viele Frauen haben Probleme, loszulassen und ihre Lust frei auszuleben. Helfen können Meditations- und Entspannungstechniken wie Yoga.
  • Kommunikationsprobleme: Oft liegt es auch an der Art der Stimulation, dass Frauen keinen Orgasmus erleben. Sexuelle Wünsche und Bedürfnisse, die die Libido steigern, sollten offen angesprochen werden. Seien Sie experimentierfreudig.
  • Stress: Job, Familie und ein ausgefülltes Sexleben – das ist für viele Frauen eine Utopie. Stress ist ein absoluter Lustkiller. Wer nur seinem Partner zuliebe auf Zärtlichkeiten eingeht und eigentlich lieber schlafen möchte, darf sich nicht wundern, wenn der weibliche Höhepunkt ausbleibt. Nehmen Sie sich Zeit für vertraute Momente zu zweit und schalten Sie den Kopf aus.
  • Druck: Viele Frauen setzen sich selbst zu sehr unter Druck, denn sie möchten ihrem Partner zeigen, dass sie zum Höhepunkt kommen. Dieser Druck erzeugt jedoch das Gegenteil. 

Haben Sie Probleme zum Orgasmus zu kommen, können Sie sich Hilfe suchen, etwa in Form einer Sexualtherapie. Verzichten Sie nicht aus Scham auf fachliche Unterstützung, denn mit diesem Problem stehen Sie nicht allein dar. Professionelle Unterstützung kann Ihnen neue Wege zur Steigerung Ihres sexuellen Wohlbefindens und zur Erreichung des Orgasmus aufzeigen.

FAQ: Fragen rund um den weiblichen Orgasmus

Ein weiblicher Orgasmus ist eine körperliche und emotionale Reaktion, bei der sich Muskelkontraktionen, Wohlgefühl und ein intensiver Spannungslösemoment kombinieren. Wie er empfunden wird, ist sehr individuell.

Oft spielen Faktoren wie Stress, fehlende Entspannung, Leistungsdruck, wenig Stimulation der Klitoris oder Unsicherheiten mit dem eigenen Körper eine Rolle. Auch Erwartungen aus der Gesellschaft beeinflussen das Empfinden.

Das ist sehr individuell. Viele Frauen benötigen etwas mehr Zeit, weil Erregung, Entspannung und die richtige Art der Stimulation eine große Rolle spielen. Entscheidend ist nicht die Dauer, sondern dass genug Zeit, Ruhe und Wohlbefinden gegeben sind.

Zunächst: Das ist nichts Ungewöhnliches. Viele Frauen brauchen Zeit, um den eigenen Körper besser kennenzulernen. Selbstexploration ohne Druck, das Ausprobieren verschiedener Berührungen und eine entspannte Umgebung können helfen. Auch offene Kommunikation mit der Partnerperson nimmt Druck heraus. Wenn der Wunsch nach Unterstützung besteht, kann ein Gespräch mit einer sexualmedizinischen oder psychologischen Fachperson hilfreich sein.

Die Unterscheidung wird oft gemacht, basiert jedoch weitgehend auf einem Mythos. Die Klitoris ist viel größer, als sie äußerlich sichtbar ist und reicht mit ihren Schwellkörpern seitlich und tief ins Becken hinein. Dadurch wird auch bei vaginaler Stimulation die Klitoris indirekt mitgereizt. Ob der Orgasmus eher „innerlich“ oder „äußerlich“ empfunden wird, ist individuell – anatomisch handelt es sich um dieselbe Struktur.

Ja. Viele Frauen erleben nicht bei jedem sexuellen Kontakt einen Orgasmus – das ist völlig normal. Lust und Erregung können auch ohne Orgasmus erfüllend sein.

Für viele Frauen sehr wichtig, da die Klitoris besonders sensibel ist und bei der Erregung eine zentrale Rolle spielt. Art und Intensität der Stimulation sind jedoch individuell verschieden.

Ja – oft hilft es, den eigenen Körper besser kennenzulernen, Druck herauszunehmen und herauszufinden, welche Berührungen sich gut anfühlen. Auch Austausch mit der Partnerperson kann viel zur Entspannung beitragen.

Ruhige Atmosphäre, Zeit, Achtsamkeit und liebevolle Kommunikation helfen vielen Frauen, leichter loszulassen. Pausen, Zärtlichkeit und ein Fokus auf Genuss statt Leistung können unterstützen.

Nein. Viele Frauen erreichen einen Orgasmus vor allem durch äußere klitorale Stimulation – unabhängig von der Penetration. Beides kann kombiniert werden, muss aber nicht.

Lange Zeit lag der Fokus der Forschung stärker auf der männlichen Sexualität, weil gesellschaftliche Normen, Tabus und historische Rollenbilder weibliche Lust weniger sichtbar gemacht haben. Erst in den vergangenen Jahrzehnten hat sich das Interesse an der weiblichen Sexualität deutlich erweitert. Trotzdem gibt es noch Nachholbedarf – unter anderem, weil Erregung und Orgasmus bei Frauen sehr individuell sind und sich nicht so einfach standardisieren lassen.

Ja. Hormone, Lebensumstände, Beziehungen, Stresslevel und Körperempfinden verändern sich – und damit oft auch die Art, wie ein Orgasmus erlebt wird.

Einige Frauen erleben Mehrfach-Orgasmen, andere nicht. Beides ist normal – es hängt von individuellen Faktoren und dem jeweiligen Moment ab.

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