Weniger Müll: 4 Tipps zur Abfallvermeidung
Wir zeigen Ihnen, wie Sie unnötigen Verpackungsmüll reduzieren können.

dm drogerie markt
Lesedauer 3 Min.
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15.9.2026

Die österreichischen Haushalte produzieren in Summe rund 1,4 Millionen Tonnen Müll. Pro Einwohner sind das im Durchschnitt also 164 Kilogramm. Die gute Nachricht: Seit zehn Jahren befindet sich die Müllmenge auf gleichem Niveau, obwohl die Bevölkerung wächst. Nichtsdestotrotz können Sie ganz einfach Ihren Müll im Haushalt reduzieren.
1. Verpackungsmaterial vermeiden!
Mit einer durchdachten Essensplanung und einer gut geplanten Einkaufsliste können Sie am meisten einsparen. Denn weggeworfene Lebensmittel machen den Löwenanteil am Hausmüll aus. Auch Verpackungsmaterial lässt sich auf mehreren Wegen reduzieren.
Beispiel Kaffeegenuss: Verwenden Sie statt Kapseln aus Aluminium oder Plastik lieber Filterkaffee. Dieser verbraucht um 16 Mal weniger Verpackungsmaterial als Kapseln. Auch bei Putzmitteln und Co können Sie einsparen: Kaufen Sie Großpackungen statt mehrerer kleinen Einzelpackungen. Letztere benötigen deutlich mehr Verpackungsmaterial. Halten Sie auch nach Abpack- oder Abfüllstationen Ausschau: Damit ermöglichen manche Händler ihren Konsumenten, Produkte in eigens mitgebrachten Behältnissen abpacken oder abfüllen zu lassen.
Tipp: In ausgewählten dm Filialen können Sie bereits Wasch- und Spülmittel an Abfüllstationen nachfüllen.
2. Auf das Recycling achten!
Wenn schon Verpackung, sollte sie einen hohen Recyclinganteil haben oder über bestehende Sammelsysteme stofflich verwertbar sein. Sie erkennen das an einem Recycling-Code auf der Verpackung. Zwar wird der Müll dadurch nicht weniger, die Herstellung dieser Materialien erfolgt jedoch mit einem geringeren Einsatz von Primärrohstoffen.
Wer Recyclingprodukte kauft, sollte konsequenterweise auch Müll trennen. Der Effekt ist nicht zu unterschätzen. Laut der Altstoff Recycling Austria (ARA) können in Österreich durch die Mülltrennung jährlich immerhin mehr als 500.000 Tonnen CO2 eingespart werden.
3. Wer bewusst einkauft, spart Abfall
Auch die Hersteller lassen sich etwas einfallen, damit ihre Produkte weniger Müll verursachen. Sie bieten zum Beispiel Putz-, Wasch- und andere Reinigungsmittel oft in Konzentraten an. Diese sind aufgrund ihrer effektiven Zusammensetzung ergiebiger und sparen durch ihr geringeres Volumen Verpackungsmaterial. Dasselbe gilt für Nachfüllpackungen. Der Verpackungshinweis auf die Anzahl der Waschgänge verrät, wie ergiebig ein Waschmittelprodukt ist.
4. Vorsicht bei als kompostierbar beworbenen Kunststoffen
Achtung bei Verpackungen aus innovativen Materialien, die mit Umweltvorteilen werben. Ob ein Produkt oder eine Verpackung geringere Umweltauswirkungen hat, lässt sich nur anhand des gesamten Lebenszyklus beurteilen. Das beginnt bei der Rohstoffgewinnung und endet bei der Entsorgung. Deshalb gibt es auch bei Einweg- und Mehrwegprodukten keine allgemein gültige Entscheidung, welche Variante geringere Umweltauswirkungen hat.
Produkte und Verpackungen aus Kunststoffen, die als vermeintlich abbaubar oder kompostierbar beworben werden, produzieren übrigens auch nicht weniger Müll. Viele als kompostierbar beworbene Kunststoffe zersetzen sich nur unter definierten Bedingungen, zum Beispiel bei bestimmten Temperaturen, Feuchtigkeit und Verweilzeiten in industriellen Kompostieranlagen.
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